Höhenverstellbarer Schreibtisch: Meine Erfahrung

Alle reden von höhenverstellbaren Schreibtischen. Zahlt sich ein Wechsel wirklich aus? Das hab ich mich vor einem Jahr auch gefragt. Ich habe den Tausch gewagt. Hier kannst du lesen, wie es mir dabei ergangen ist

 

Ein höhenverstellbarer Schreibtisch kann ganz schön teuer sein. Vor allem mit kleinem Budget ist das keine Überlegung die man innerhalb von wenigen Minuten trifft. Bevor ich wechselte, hörte ich mich bei meinen Freunden um. Einige hatten schon gewechselt und waren ganz begeistert.

Ein halbes Jahr lang überlegte ich hin und her. Schließlich entschloss ich mich dazu das Experiment zu wagen. Ob diese Arbeitsweise wirklich für mich geeignet ist, wusste ich zu diesem Zeitpunkt nicht. Deshalb entschied ich mich anfangs für einen DIY Schreibtisch-Aufsatz, den ich aus Möbeln von Ikea zusammen schraubte. Die Anleitung hab ich dir aufgeschrieben.

Besser günstig starten und dann wechseln. Gesagt getan. Ich hatte nämlich keine Lust auf den Kosten für einen teuren Tisch sitzen zu bleiben. Wortwörtlich.

Höhenverstellbarer Schreibtisch: Mein Tagebuch

Tag 1

Ich hatte mich ja schon bei einigen umgehört, die Steh-Schreibtische nützen. Vollauf begeistert berichteten sie mir davon. Dass es allerdings so anstrengend sein würde, hätt ich mir nie gedacht. Das Gefühl so lange auf den Beinen zu sein, ist sehr ungewohnt. Am ersten Tag hielt ich nicht mal den Vormittag durch. Schon nach 2,5 Stunden wurden meine Beine sehr sehr schwer und mein Rücken fühlte sich verspannt an. Den restlichen Tag verbrachte ich sitzend.

Mein Tipp: Wechsle hübsche Büroschuhe gegen bequeme Schuhe

Tag 2

Neuer Tag – neues Glück. Auf geht’s. Voller Motivation starte ich in den neuen Tag mit dem höhenverstellbaren Schreibtisch. Das Fazit von Tag 2: 20 Minuten länger als am ersten Tag. Meine Füße waren sehr heiß, also gut durchblutet und die Fußsohlen brannten, obwohl ich extra meine Laufschuhe mit Gelpolstern angezogen habe.

Tag 3

Die Magie ist verflogen. Ich bin in der Realität angekommen. Neben meinen Füßen schmerzen meine Beine und mein Rücken. Ein Anruf bei den Freunden, die mir dazu geraten haben, ist fällig. Sie erklären mir, dass es ganz normal ist, weil sich der Körper erst an das viele Stehen beim höhenverstellbaren Stehschreibtisch gewöhnen muss. Naja immerhin geht es anscheinend allen so.

Woche 2

Aufgeben war für mich noch nie eine Option. Wenn das andere können, kann ich das doch auch. Durchhalten lautet die Devise beim Arbeiten im Stehen. Nach der zweiten Woche hat sich mein Körper langsam an das Stehen gewöhnt. Die Verspannungen im Rücken lassen nach. Meine Masseurin erklärte mir übrigens, dass das keine Verspannungen sind, sondern ein Muskelkater im Rücken. Durch das viele Sitzen verkümmern die Muskeln entlang der Wirbelsäule. Vom Stehen werden sie neu gebildet – das schmerzt natürlich.

Meine Körperhaltung verbessert sich. Bin ich sonst oft krumm und mit überschlagenen Beinen im Bürosessel gesessen, ist mein Rücken jetzt gerade und durchgestreckt.

Nach einem Monat

Mein Körper hat sich nun mit der neuen Arbeitsposition abgefunden. Die Verspannungen, die ich im Schulterbereich hatte, sind weg auch dem untere Rücken geht es besser. Ganz spannend war für mich zu beobachten, dass meine Verdauung viel besser geworden ist. Ich litt zuvor oft an Magenschmerzen. Niemand wusste wieso. Nicht mal mein Arzt. Seit ich viel stehe sind die Bauchschmerzen weg. 🙂

Ich denke, dass liegt daran, dass der ganze Körper besser durchblutet wird und ich nicht  abgekrümmt sitze.

Nach 5 Monaten mit dem höhenverstellbaren Schreibtisch

Ich gebe meinen Steh-Schreibtisch nie wieder her! Auch die Müdigkeit, die ich oft nach dem Mittagessen hatte, gehört der Vergangenheit an. Ich kann mich besser konzentrieren und arbeite oft sogar schneller als zuvor im Sitzen. Zwischendurch wechsle ich aber nach wie vor die Position. Zum Beispiel bei einem längeren Telefonat oder montags, wenn ich noch sehr müde vom Wochenende bin 🙂

Damit das Arbeiten im Stehen nicht zu anstrengend wird, mache ich zwischendurch Dehnungsübungen. Das wollte ich auch immer machen, als ich noch im Sitzen gearbeitet habe – dafür aber extra aufstehen… Dafür war ich dann doch zu faul. Und wenn man schon mal steht, gehen die Übungen oft von ganz alleine.

Zwischendurch mal das linke Bein mehr belasten, dann das rechte. Auch das hilft, wenn die Beine schwer werden. Allerdings nur im Stehen arbeiten ist auch nicht so gesund. Deshalb hab ich mir einen Hocker gekauft. So kann ich einfach und unkompliziert wechseln. Ich hab dir ein paar gute rausgesucht, klick dich einfach durch.

Mein Fazit:

Obwohl anfangs die Füße sehr schmerzen, empfehle ich den Umstieg vom Arbeiten im Sitzen hin zum höhenverstellbaren Schreibtisch. Mein Rücken ist weniger verspannt und das Arbeiten nach der Mittagspause fällt mir wesentlich leichter. Durchhalten! Nicht aufgeben!

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